Autor: Dschuang Dsi (Zhuangzi) (chin. 庄子 / 莊子, W.-G. Chuang-tzu; ca. 365 - 290 v.d.Z.).
Das Buch in dieser Form ist zusammengestellt und vermutlich auch umgeschrieben und “bereinigt” worden. Der erste und bekannteste Bearbeiter ist Guo Xiang, dieser hatte selbst sehr strikte Ansichten über die Aussagen des ursprünglichen Autoren.
Grob lässt sich folgendes über die Urheberschaft sagen: Lediglich die Kapitel 1 bis 7 (innere) sind unstrittig maßgeblich von Zhuangzi. Von den, sog. “äußeren”, Kapiteln 8 bis 22 sind einige
von der “Schule von Zhuangzi”, einige jedoch von anderen Schulen und weisen mehr oder weniger deutliche Unterschiede in den Lehren auf - was die einzige Möglichkeit ist, sie als solche zu identifizieren.
Die Kapitel 23 bis 33 sind nur noch “vermischte Schriften”, bestenfalls Schulprodukte, häufig zerstückelt und merklich von Konfuzianismus, Buddhismus und volkstümlichen Aberglauben durchdrungen.
Die inneren Kapitel entstanden in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhundert v.d.Z., zur Zeit der Streitenden Reiche, einer Zeit des Umbruches, Zerfalls und häufig auch Chaos.
Die philosophische Schulen dieser Zeit waren in einem sehr aktivem Dialog, was sich auch im Buch widerspiegelt. Die einflussreichsten Schulen sind:

Darüber hinaus gab es zahlreiche kleinere Schulen und auch einzelne Lehrer, häufig auch Beamte, welche in dieser Zeit ihre Lehren verbreiten wollen. Jede Schule hat ihren “Weg” - so ist Konfuzianismus der Weg des Menschen und der Daoismus ist der Weg des Weges1).
Online-Übersetzung Chinesisch-Englisch basierend auf “The Writings of Chuang Tzu” von James Legge (1891). Neueren Datums ist die englische Übersetzung von Burton Watson.
Vorrangig verwenden wir hier (z.Zt.) die deutsche Übersetzung von Richard Wilhelm, auf welche innerhalb dieses Wikis ohne weitere Benennung Bezug genommen wird. Es ist nicht so, dass diese Übersetzung eine solche Behandlung verdient hätte, aber es ist die einzige deutsche Übersetzung und sie zeigt eben auch das Dilemma der christlichen Durch- und Übersetzung schön auf (leidig, aber kaum vermeidlich).
Auszüge der Richard-Übersetzung sind bei Projekt Gutenberg-de zu finden (Oktober 2010: gerade mal eine Handvoll Einträge). Weiterhin interessant ist die Interpretation von Thomas Merton, ”The Way of Chuang Tzu” (New Directions, 1965).
Zu einer gewissen Bekanntheit sind die ”Lehrsprüche des Dschuang Dsi” gelangt - einem Comic von Tsai Tschih Tschung, welches sich lose an einzelnen Geschichten orientiert und dabei Interpretationen anbietet, die von eigen- über un- bis zu total widersinnig rangieren.
Nachfolgend die Auflistung der Bücher gemäß der Übersetzung von Richard Wilhelm.