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Buch 13: Des Himmels Sinn

Buch 13 aus Nan Hua Zhen Jing - „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland“ von Dschuang Dsi (Zhuangzi). FIXME „Des Himmels Weg“ lauten alle anderen Übersetzungen

Auflistung der Abschnitte

  1. Himmlische Freuden
  2. Handeln und Nicht-Handeln
  3. Ordnung
  4. Kritik der Zeitrichtungen
  5. Yau und Schun
  6. Des Konfuzius Besuch bei Laotse
  7. Doktor Filigran bei Laotse
  8. Der höchste Mensch I

Einzelne Abschnitte

Nicht haften

Wilhelm erklärt die „Spontanität der Natur“ zum Thema dieses Abschnittes. FIXME Zitat Alan Watts zum und zur Übersetzung des Begriffes

Des Himmels Sinn ist, seine Kreise zu vollenden und nirgends sich zu stauen; darum kommen alle Geschöpfe zustande. Dschuang Dsi (Zhuangzi) - Übersetzung von Richard Wilhelm

Den „Kreis vollenden und nirgends sich zu stauen“ ist sprachlich sehr gelungen und liefert ein sehr anschauliches und auch stimmiges Bild, die „Geschöpfe“ jedoch sind wieder mal eine christliche Entgleisung Wilhelms und schlicht falsch.

The Way of Heaven operates (unceasingly), and leaves no accumulation (of its influence) in any particular place, so that all things are brought to perfection by it. Dschuang Dsi (Zhuangzi) - Übersetzung von James Legge, „The Writings of Chuang Tzu“, 1891

Des Himmels Sinn ist natürlich identisch dem des „berufenen Heiligen“, bei Wilhelm macht ihn das absurderweise gut und tüchtig.

Seine (des Berufenen) eigenen Taten sind unbewußt. Alles ist still in ihm.
Des berufenen Heiligen Stille ist nicht Stille als solche; er ist gut (tüchtig), darum ist er still. Dschuang Dsi (Zhuangzi) - Übersetzung von Richard Wilhelm

Legge übersetzt hingegen unverblendet und auch der Mönch Merton folgt ihm:

The stillness of the sages does not belong to them as a consequence of their skilful ability;
all things are not able to disturb their minds
- it is on this account that they are still. Dschuang Dsi (Zhuangzi) - Übersetzung von James Legge, „The Writings of Chuang Tzu“, 1891

The non-action of the wise man is not inaction.
It is not studied. It is not shaken by anything.
The sage is quite because he is not moved,
Not because he wills to be quiet. Dschuang Dsi (Zhuangzi) - Übersetzung von Thomas Merton, „The Way of Chuang Tzu“ (New Directions, 1965), S. 80

Wertlosigkeit der Bücher

Zhuangzi erklärt jede schriftliche Überlieferung und Anleitung als unbrauchbar, um den Sinn zu erlangen.

Der Welt Wertschätzung des Sinns ist die Wertschätzung der Bücher.
Doch Bücher enthalten nur Worte. Es gibt aber etwas, wodurch die Bücher wertvoll werden. Was die Worte wertvoll macht, sind die Gedanken.
Es gibt etwas, wonach sich die Gedanken richten; das aber wonach sich die Gedanken richten, läßt sich nicht durch Worte überliefern. Dschuang Dsi (Zhuangzi) - Übersetzung von Richard Wilhelm

What the world thinks the most valuable exhibition of the Dao is to be found in books.
But books are only a collection of words. Words have what is valuable in them - what is valuable in words is the ideas they convey.
But those ideas are a sequence of something else - and what that something else is cannot be conveyed by words. Dschuang Dsi (Zhuangzi) - Übersetzung von James Legge, „The Writings of Chuang Tzu“, 1891

Den abstrakten Ausführungen läßt Zhuangzi ein Beispiel folgen FIXME Wagner Flach

des_himmels_sinn.txt · Zuletzt geändert: 2009/08/01 20:53 von hkolbe